Die Bundesregierung plant eine revolutionäre Änderung in der Altersvorsorge: die Einführung eines staatlich geförderten Altersvorsorge-Depots, mit dem du auch ETFs besparen kannst. Dieses innovative Konzept könnte deine finanzielle Zukunft erheblich beeinflussen. Hier erfährst du alle wichtigen Details und was du bereits jetzt beachten solltest.
Was sind ETFs und warum sind sie so wichtig?
ETFs, oder Exchange Traded Funds, sind Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden wie Aktien. Sie bieten eine einfache Möglichkeit, breit diversifiziert zu investieren, da sie oft ganze Märkte oder Sektoren nachbilden. Dies kann helfen, Risiken zu minimieren und stabile Renditen zu erzielen.
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Die geplanten Änderungen der Bundesregierung
Höhere Förderbeträge und neue Möglichkeiten
Die maximale geförderte Einzahlung in das Altersvorsorge-Depot soll von derzeit 2.100 Euro (bei Riester-Sparplänen) auf etwa 3.500 Euro pro Jahr erhöht werden. Dies bietet dir deutlich mehr Spielraum und potenzial für höhere Renditen. Die Förderung wird vermutlich ähnlich gestaltet wie die Riester-Förderung und soll ab 2026 verfügbar sein.
Flexibilität bei der Depotwahl
Ein weiterer Vorteil: Du kannst das Altersvorsorge-Depot bei Neobrokern oder anderen Depotanbietern führen. Dadurch entfallen oft hohe Kosten, die bei traditionellen Rentenversicherungen anfallen. Übrigens, wenn du den besten Broker suchst, kannst du unser „Vergleich der Krypto-Börsen und CFD-Broker“ nutzen.
Keine Mindestgarantie, aber höhere Renditemöglichkeiten
Es wird keine Mindestgarantie geben, was bedeutet, dass du das theoretische Risiko eingehst, dein gesamtes eingezahltes Geld zu verlieren. Allerdings ermöglicht dir dies auch, höher in Aktien-ETFs zu investieren, die langfristig höhere Renditen bieten können.
Fallbeispiele: Riester oder ETF-Depot?
Alex: Niedriges Einkommen, hohe Förderung
Alex, 42 Jahre alt, hat zwei Kinder und verdient 15.000 Euro brutto im Jahr. Er zahlt jeweils 60 Euro in einen Riester-Fondssparplan ein und erhält dafür 775 Euro staatliche Förderung. Bei einer Rendite von 3% pro Jahr hätte er zum Rentenbeginn rund 3.300 Euro. Alternativ könnte er das gleiche in einen Aktien-ETF investieren und eine Rendite von 6% erzielen, womit er auf rund 480 Euro käme.
Bea: Höheres Einkommen, ETF sinnvoller
Bea, 32 Jahre alt, hat ein Kind und verdient 36.000 Euro brutto im Jahr. Sie könnte 965 Euro in einen Riestervertrag oder in einen weltweiten Aktien-ETF investieren. Bei einer Rendite von 3% hätte sie bis zur Rente rund 7.800 Euro, bei einem ETF mit 6% Rendite hingegen rund 14.000 Euro.
Diese Beispiele zeigen, dass es oft sinnvoller ist, direkt in ETFs zu investieren, besonders wenn du keine hohe staatliche Förderung erhältst.
Wichtige Überlegungen zur Besteuerung
Es ist wichtig zu bedenken, dass Riester-Verträge im Ruhestand komplett mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuert werden, während ETF-Anteile nur mit der Abgeltungssteuer von 26,375% auf 70% der Erträge besteuert werden. Dies kann einen erheblichen Einfluss auf deine Nettorendite haben.
Was du bis 2026 tun solltest
Nutzen oder warten?
Wenn du mehrere Kinder hast und nicht sehr gut verdienst, könnte es sinnvoll sein, vorerst in einen Riestervertrag zu investieren und dann auf das neue Altersvorsorge-Depot umzusteigen. Erhältst du allerdings nicht viele staatliche Zulagen, wäre es vermutlich besser, direkt in einen weltweit diversifizierten Aktien-ETF zu investieren.
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