Investieren mit Strategie statt Gefühl.

Investieren für Anfänger

Du willst investieren?
Dann starte nicht mit der Frage nach dem richtigen ETF

Du möchtest endlich mit dem Investieren anfangen. Vielleicht hast du schon Artikel über ETFs gelesen, dir Videos angesehen oder erste Finanz-Accounts gespeichert.

Und trotzdem bleibt diese eine Frage: Was soll ich denn jetzt eigentlich kaufen?

Einen MSCI World ETF? Einen anderen Welt-ETF? Einzelne Aktien? Einen Sparplan? Oder doch eine ganz andere Lösung?

Wenn du dich darin wiedererkennst, fehlt dir wahrscheinlich nicht noch mehr Information.

Was dir fehlt, ist eine klare Reihenfolge.

Denn bevor du entscheidest, worin du investierst, solltest du wissen, wofür du investierst.

Genau hier beginnt eine Investmentstrategie, die wirklich zu dir passt: bei deinem persönlichen Ziel. Erst daraus entsteht dein Weg. Und erst danach stellt sich die Frage, welche ETFs oder Aktien diesen Weg sinnvoll unterstützen können.

In diesem Artikel zeige ich dir diese drei Schritte:

Ziel → Strategie → Investments.

Und warum genau diese Reihenfolge viele Investmententscheidungen deutlich verständlicher macht.

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Ziel → Strategie → Investments.

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Warum die Frage „Welcher ETF ist der richtige?“ zu früh kommt

Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass du beim Einstieg zuerst nach einem konkreten Investment suchst.

Schließlich begegnen dir überall Namen von ETFs, Aktien, Indizes und Anbietern. Schnell entsteht der Eindruck, du müsstest nur das „richtige“ Produkt finden – und dann wäre das Thema Investieren gelöst.

Doch ein ETF oder eine Aktie ist zunächst nur ein Werkzeug.

Ob dieses Werkzeug zu dir passt, hängt davon ab, was du damit erreichen möchtest.

Stell dir vor, du möchtest eine Reise planen. Du würdest vermutlich auch nicht zuerst entscheiden, ob du mit dem Auto, Zug oder Flugzeug fährst.

Zuerst möchtest du wissen, wohin du willst.

Erst danach kannst du sinnvoll entscheiden, welches Verkehrsmittel zu deinem Ziel passt.

Beim Investieren ist es ähnlich.

Ein Investment, das für eine Frau sinnvoll sein kann, muss nicht automatisch auch zu deiner Lebenssituation, deinem Zeithorizont oder deinen Zielen passen.

Deshalb lautet die wichtigste Frage am Anfang nicht:

„Welchen ETF  oder Aktie soll ich kaufen?“

Sondern:

„Was möchte ich mit meinem Geld erreichen?“

Schritt 1: Definiere dein persönliches Investmentziel

„Ich möchte mein Geld vermehren“ klingt zunächst wie ein Ziel.

Für eine gute Investmentstrategie ist es aber noch zu allgemein.

Interessanter wird es, wenn du genauer hinschaust.

Vielleicht möchtest du:

  • zusätzlich fürs Alter vorsorgen,
  • langfristig Vermögen aufbauen,
  • für dein Kind investieren,
  • später finanziell mehr Möglichkeiten haben,
  • dir langfristig mehr Unabhängigkeit schaffen,
  • oder bereits vorhandenes Vermögen strukturiert investieren.

Diese Ziele können auf den ersten Blick ähnlich wirken.

Für deine Investmententscheidungen können sie aber sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen.

Drei Fragen, die dir dabei helfen

Beginne deshalb mit diesen Fragen:

1. Was möchte ich mit dem Geld erreichen?

Versuche, dein Ziel so konkret wie möglich zu formulieren.

2. Wann möchte oder muss ich auf das Geld zugreifen können?

Dieser Zeitraum wird beim Investieren als Anlagehorizont bezeichnet. Einfach gesagt: Wie lange kann dein Geld voraussichtlich investiert bleiben?

3. Welche Rolle soll dieses Vermögen später in meinem Leben spielen?

Soll es deine Altersvorsorge ergänzen? Mehr finanzielle Freiheit schaffen? Einer bestimmten Ausgabe dienen?

Das bedeutet konkret für dich:

Dein Ziel gibt deinen Investments einen Zweck.

Und genau dieser Zweck hilft dir später dabei, Entscheidungen nicht nur danach zu treffen, was gerade häufig empfohlen oder in sozialen Medien diskutiert wird.

Schritt 2: Entwickle eine Strategie, die zu deinem Ziel passt

Wenn dein Ziel klarer wird, kommt der nächste Schritt: deine Investmentstrategie

Dabei klingt „Strategie“ oft komplizierter, als es sein muss.

Eine Investmentstrategie bedeutet nicht, dass du Kurse vorhersagen können musst.

Sie ist vielmehr dein persönlicher Entscheidungsrahmen.

Sie beantwortet Fragen wie:

  • Wie lange möchte ich investieren?
  • Wie regelmäßig möchte ich Geld investieren?
  • Wie gehe ich mit Kursschwankungen um?
  • Wie breit möchte ich mein Geld verteilen?
  • Wie einfach oder aufwendig soll meine Geldanlage sein?
  • Welche Risiken kann und möchte ich tragen?

Gerade beim Thema Risiko lohnt sich eine Unterscheidung.

Es geht nicht nur darum, wie viel Schwankung du emotional aushältst. Es geht auch darum, wie viel Risiko deine persönliche finanzielle Situation überhaupt zulässt.

Wenn du beispielsweise weißt, dass du einen bestimmten Geldbetrag zu einem festen Zeitpunkt benötigst, entsteht daraus eine andere Ausgangslage als bei Geld, das viele Jahre investiert bleiben kann.

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Es gibt nicht die eine richtige Strategie für alle

Genau deshalb sind pauschale Empfehlungen beim Investieren schwierig.

Zwei Frauen können gleich alt sein und jeden Monat denselben Betrag investieren – und trotzdem unterschiedliche Strategien brauchen.

Die eine investiert vielleicht langfristig für ihre Altersvorsorge.

Die andere möchte in einigen Jahren eine größere finanzielle Entscheidung treffen.

Die Ausgangslage ist unterschiedlich.

Also darf auch der Weg unterschiedlich aussehen.

Eine gute Investmentstrategie muss deshalb nicht möglichst kompliziert sein.

Sie sollte vor allem nachvollziehbar für dich sein.

Denn nur wenn du verstehst, warum du etwas tust, kannst du deine Entscheidungen später auch selbstständig überprüfen.

Schritt 3: Erst jetzt kommen ETFs und Aktien ins Spiel

Jetzt wird die Frage nach den eigentlichen Investments relevant.

Denn dein Ziel und deine Strategie wirken wie ein Filter.

Statt aus unzähligen Möglichkeiten irgendeinen ETF oder eine Aktie auswählen zu müssen, kannst du viel gezielter fragen:

Passt dieses Investment überhaupt zu meiner Strategie?

Das verändert die Perspektive.

ETFs oder Aktien sind ein Werkzeug – keine Strategie

Ein ETF bündelt viele Wertpapiere in einem Produkt und kann deshalb eine Möglichkeit sein, Geld breit gestreut anzulegen.

Doch „Ich investiere in ETFs“ ist noch keine vollständige Investmentstrategie.

Denn auch bei ETFs gibt es große Unterschiede.

Welche Märkte sind enthalten? Wie breit ist der ETF aufgestellt? Welche Rolle soll er in deinem Portfolio übernehmen? Wie passt er zu deinen anderen Investments?

Ähnliche Fragen stellen sich bei Aktien.

Mit einer einzelnen Aktie beteiligst du dich an einem bestimmten Unternehmen. Dadurch entstehen andere Chancen und Risiken als bei einem breit gestreuten Investment.

Es geht also nicht darum, ETFs gegen Aktien auszuspielen.

Die sinnvollere Frage lautet:

Welche Aufgabe soll ein Investment innerhalb meiner Strategie erfüllen?

Das ist ein entscheidender Unterschied.

Du kaufst dann nicht mehr einfach etwas, weil du davon gehört hast.

Du kannst beginnen, Entscheidungen anhand deines eigenen Fahrplans zu treffen.

Warum ein klarer Fahrplan beim Investieren so viel verändern kann

Viele Frauen erleben den Einstieg in die Börse als kompliziert. Nicht unbedingt deshalb, weil ETFs und Aktien grundsätzlich unverständlich wären.

Sondern weil ihnen gleichzeitig sehr viele Informationen begegnen.

  • Welcher ETF?
  • Welcher Broker?
  • Welche Aktie?
  • Wann kaufen?
  • Wie viel investieren?
  • Was passiert, wenn die Kurse fallen?
  • Soll ich einen Sparplan machen?
  • Muss ich noch warten?

Wenn du versuchst, all diese Fragen gleichzeitig zu beantworten, entsteht schnell Überforderung. Ein Investment-Fahrplan bringt diese Fragen in eine Reihenfolge.

Zuerst dein Ziel.
Damit weißt du, wofür du investierst.

Dann deine Strategie.
Damit definierst du, wie du dein Ziel erreichen möchtest.

Danach deine Investments.
Damit entscheidest du, welche Werkzeuge zu diesem Weg passen können.

Das bedeutet nicht, dass Investieren dadurch risikofrei wird. ETFs und Aktien unterliegen Kursschwankungen und Verluste sind möglich.

Eine klare Strategie kann dir aber helfen, Entscheidungen strukturierter zu treffen und Risiken bewusster einzuordnen, statt ausschließlich auf Trends, Tipps oder dein Bauchgefühl zu reagieren.

„Aber ich habe Angst, etwas falsch zu machen“
Diese Sorge hält viele Frauen lange vom Investieren ab.

Vielleicht kennst du Gedanken wie:

  • „Ich müsste mich zuerst noch viel besser auskennen.“
  • „Was, wenn ich den falschen ETF oder Aktien auswähle?“
  • „Vielleicht sollte ich lieber noch warten.“
  • „Die anderen verstehen das alles viel besser als ich.“

Dabei musst du am Anfang nicht jede Aktie analysieren können und auch nicht jeden Finanzbegriff kennen.

Viel wichtiger ist, dass du die Grundlogik deiner Entscheidungen verstehst.

Du solltest erklären können:

  1. Warum investiere ich?
  2. Wie lange möchte ich investieren?
  3. Welche Strategie verfolge ich?

Und warum passen meine Investments dazu?

Wenn du diese Fragen beantworten kannst, entsteht Schritt für Schritt etwas sehr Wertvolles: finanzielle Entscheidungskompetenz

Denn finanzielle Selbstbestimmung bedeutet nicht, nie wieder unsicher zu sein.

Sie bedeutet, Entscheidungen nachvollziehen und selbst prüfen zu können.

Dein kurzer Investment-Fahrplan: Kannst du diese 5 Fragen beantworten?

Nimm dir kurz Zeit und beantworte diese fünf Fragen:

  1. Was ist mein konkretes Investmentziel?
  2. Wie lange kann mein Geld investiert bleiben?
  3. Wie viel möchte oder kann ich regelmäßig investieren?
  4. Welche Kursschwankungen passen zu meiner persönlichen Situation und zu mir?
  5. Kann ich erklären, warum meine bisherigen oder geplanten Investments zu meiner Strategie passen?

Wenn du bei mehreren Fragen noch keine klare Antwort hast, ist das kein Grund, das Thema weiter aufzuschieben.

Es zeigt dir lediglich, wo dein nächster Schritt liegt.

Nicht noch zehn weitere ETF-Vergleiche. Sondern zuerst dein eigener Fahrplan.

Muss ich schon investiert haben, um meine Strategie zu entwickeln?

Nein. Gerade vor dem ersten Investment ist es sinnvoll, dir Gedanken über Ziel und Strategie zu machen.

Aber auch wenn du bereits ETFs oder Aktien besitzt, kannst du diese Reihenfolge nutzen.

Dann lautet die Frage:

Passen meine bisherigen Investments wirklich zu meinem Ziel – oder sind sie eher einzeln entstanden?

Vielleicht hast du einen ETF gekauft, weil er häufig empfohlen wurde. Oder eine Aktie, weil du das Unternehmen interessant fandest.

Das bedeutet nicht automatisch, dass diese Entscheidung falsch war. Es kann aber sinnvoll sein, dein bestehendes Portfolio einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten:

Nicht: „Ist das ein guter ETF?“

Sondern:

„Welche Aufgabe hat dieser ETF in meiner Strategie?“

Allein diese Frage kann sehr viel Klarheit schaffen.

Fazit: Gute Investmententscheidungen beginnen vor dem ersten ETF oder Aktie

Wenn du beim Investieren bisher das Gefühl hattest, den Überblick nicht zu haben, brauchst du wahrscheinlich nicht noch mehr einzelne Tipps.

Du brauchst eine Struktur, mit der du Informationen einordnen kannst.

Merke dir deshalb diese Reihenfolge:

  1. Dein Ziel:
    Was möchtest du mit deinem Geld erreichen?
  2. Deine Strategie:
    Welcher Weg passt zu deinem Ziel, deinem Zeithorizont und deiner persönlichen Situation?
  3. Deine Investments:
    Welche ETFs und Aktien können innerhalb dieser Strategie eine sinnvolle Rolle spielen?

So wird aus „Ich müsste endlich investieren“ Schritt für Schritt eine wesentlich klarere Frage:

„Wie möchte ich mein Geld für meine eigenen Ziele einsetzen?“

Und genau dort beginnt selbstbestimmtes Investieren.

Dein nächster Schritt: Erstelle deinen persönlichen Investment-Fahrplan

Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass du zwar investieren möchtest, dir aber genau diese Verbindung zwischen Ziel, Strategie und Investments noch fehlt, kannst du sie im kostenfreien Webinar „Dein Aktien & ETF Fahrplan“ Schritt für Schritt kennenlernen.

Du erfährst dort, wie du dein persönliches Investmentziel definierst, daraus eine passende Strategie entwickelst und anschließend fundierter beurteilen kannst, welche ETFs und Aktien zu deinem Weg passen.

Keine Vorkenntnisse nötig. Das Webinar ist für Frauen gedacht, die gerade starten möchten – genauso wie für Frauen, die bereits erste ETFs oder Aktien besitzen und mehr Struktur in ihre Entscheidungen bringen wollen.

FAQ - Investieren für Anfängerinnen

Beginne nicht sofort mit der Auswahl eines ETFs oder einer Aktie. Kläre zuerst, welches Ziel du mit deinem Geld verfolgst, welchen Anlagehorizont du hast und welche Strategie zu deiner persönlichen Situation passt. Erst danach solltest du dich mit einzelnen Investments beschäftigen.

Einen pauschal „besten ETF“ für alle gibt es nicht. Welcher ETF zu dir passen kann, hängt unter anderem von deinem Ziel, deinem Anlagehorizont, deiner Strategie und deinem gewünschten Grad an Risikostreuung ab. Entscheidend ist deshalb nicht nur das Produkt, sondern seine Rolle in deiner Gesamtstrategie.

Auch dann ist eine grundlegende Strategie sinnvoll. Denn du solltest wissen, warum du diesen ETF gewählt hast, welches Ziel du damit verfolgst, wie lange du investieren möchtest und wie du mit Kursschwankungen umgehen willst.

Beginne mit deinem Ziel und deinem Anlagehorizont. Danach kannst du überlegen, wie regelmäßig du investieren möchtest, wie viel Schwankung zu deiner Situation passt und wie breit du dein Geld verteilen möchtest. Aus diesen Entscheidungen entsteht nach und nach dein persönlicher Rahmen.

Für den Aufbau einer Strategie ist die Höhe deines Startkapitals nicht der wichtigste Punkt. Entscheidend ist zunächst, dass deine finanzielle Basis und dein Investmentziel klar sind und du verstehst, welche Risiken mit Investments verbunden sind. Viele Anlageformen ermöglichen grundsätzlich auch regelmäßige kleinere Beträge.

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